Der richtige Einkauf ist entscheidend für Ihre Ernährung

Gesund Einkaufen mit Köpfchen

 

Kennen Sie das auch? 


Sie stehen im Supermarkt, vielleicht sogar noch mit leerem Magen und schaufeln sich nach und nach den Einkaufswagen mit Dingen voll, die Sie eigentlich überhaupt gar nicht benötigen. Vorsicht ist geboten! Stolpern Sie nicht in die Einkaufsfalle, sondern machen Sie sich schon vor Ihrem gesundem Einkauf Gedanken darüber, was Sie wirklich benötigen. Dazu gehört auch, dass Sie sich einen Überblick über die kommende Woche verschaffen. Was Sie wöchentlich einkaufen, hängt natürlich in erster Linie von Ihren Essgewohnheiten und Ihrer verfügbaren Zeit ab. Je mehr Zeit Sie in der Woche zur Verfügung haben, desto mehr Wert können Sie auch auf Frische und Qualität legen. Es lohnt sich auf jeden Fall häufiger pro Woche frische Produkte zu kaufen und daraus ein leckeres Essen zu zaubern.

Auf der Grundlage Ihrer Planung für die Woche können Sie nun systematisch Ihren Einkauf vorbereiten. Nehmen Sie sich einen Zettel und Stift zur Hand und durchforsten Sie Ihre Vorräte. Notieren Sie sich Art und Menge der Lebensmittel, die Sie benötigen.

 

 

Familie oder Singlehaushalt?

 

Ob Sie mit mehreren Personen unter einem Dach leben oder nur sich selbst versorgen, das macht beim gesunden Einkauf einen großen Unterschied. 

Familien können billigere Großpackungen auf Vorrat einkaufen. Gerade bei lang haltbaren Grundnahrungsmitteln lohnt sich der Griff zu großen Packungen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit des Einfrierens, denn so verfügen Sie bei Bedarf schnell über frische Lebensmittel. Und wenn Sie Ihre Kinder bei der Einkaufsplanung mit einbeziehen, können sich die Kleinen hinterher auch nicht über das Essen beschweren!

Als Single hat man im Supermarkt die Qual der Wahl: Entscheidet man sich für die normalen Packungsgrößen, besteht die Gefahr, dass man zu große Mengen an Lebensmitteln zu Hause hat. Greift man zu den Waren in Singleeinheiten, ärgert man sich über die hohen Preise und den Verpackungsmüll. Wir empfehlen Ihnen frische Waren zu kaufen und diese in Portionen einzufrieren. Diese können zwar nicht so lange gelagert werden wie Konserven, aber es erspart Ihnen den täglichen Gang in den Supermarkt. 

 

 

Vorsicht Einkaufsfallen! Verstehen Sie den gesunden Einkauf.

  • Berge mit vermeintlichen Sonderangeboten sollen Aktions-charakter suggerieren und den Kunden zum Verkauf verleiten
  • verführerische Klänge und Düfte und leise Musik im Supermarkt schaffen ein angenehmes Klima, das die Kunden zum un-überlegten Kauf animieren soll
  • Grundnahrungsmittel sind in Supermärkten häufig so platziert, dass man sie erst nach langen Wegen – vorbei an süßen und anderen Versuchungen – finden kann 

 

 

Verstehen Sie Ihren Kühlschrank?

 

Der kälteste Bereich ist die Rückwand des Innenraums und das Fach über den Gemüsebehältern. Auf dieser Ablage sollten Sie leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Wurst und Fleisch lagern. 

Gemüse und einige Obstsorten gehören ganz nach unten in die Schubfächer, in denen ein kühl-feuchtes Klima ohne zu große Kälte herrscht. Das schützt vor dem Austrocknen. 

 

Die wichtigsten Hygienemaßnahmen im Kühlschrank:

 

  • möglichst frische Lebensmittel einlagern. Regelmäßig überprüfen, ob bereits vom Verderb bedrohte Lebensmittel vorhanden sind und diese entfernen, bevor sie andere „anstecken“
  • Kühlschrank auf maximal sieben, besser auf unter fünf Grad Celsius einstellen
  • die meisten Lebensmittel sollten gut verpackt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das schützt vor dem Austrocknen sowie vor Aroma- und Keimübertragungen
  • für die regelmäßige Reinigung des Kühlschrankes genügt das Auswischen mit Wasser oder essighaltigem Reiniger

 

Kein Termin für die Tonne

 

Anders als häufig gedacht ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kein Wegwerfdatum. Meist können Lebensmittel auch nach Ablauf des MHD noch mit Genuss gegessen werden. Erfahren Sie, wie Sie das MHD richtig deuten und unnötigen Lebensmittelmüll vermeiden.

 

  • Mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, das der Hersteller nach seiner Erfahrung angibt, erhalten die Verbraucher die Information, bis wann das Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine Eigenschaften, wie zum Bespiel Geschmack, Geruch und Farbe, mindestens behält.
  • Ist das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, prüfen Sie die Lebensmittel am besten mit Ihren eigenen Sinnen: schauen, riechen und probieren Sie vorsichtig. Nur wenn Sie deutliche Veränderungen entdecken, sollten Sie das Lebensmittel wegwerfen.
  • Bei geöffneten Verpackungen gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr. Auf manchen Packungen finden Sie eine Angabe, wie lange das Lebensmittel nach der Öffnung noch haltbar ist. Eine vorsichtige Probe lohnt sich immer. Vertrauen Sie auch Ihren eigenen Sinnen.
  • Vorsichtiger sollten Sie im Umfang mit Wurst- und Fleischwaren sein, da die Keimbelastung bei diesen Produkten am Ende des MDH hoch sein kann.
  • Unterscheiden Sie unbedingt Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchs-datum. Das Verbrauchsdatum finden Sie auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch, Fisch und frischem Geflügel.
    Es ist taggenau und sollte eingehalten werden.
  • Wenn Sie vorhaben, Lebensmittel zeitnah zu verzehren, so wählen Sie beim Einkauf bewusst Produkte mit kurzem Mindest-haltbarkeitsdatum aus. Oft bietet der Handel diese Waren reduziert an. Sie helfen damit, Müll zu vermeiden und sparen in vielen Fällen auch noch Geld.

 

Haben Sie Fragen zum Thema "Gesund Einkaufen"? Unser Team beantwortet diese gerne ernaehrung@celenus-kliniken.de