Häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

FAQ

 

Wie ernähre ich mich am einfachsten gesund?


Am einfachsten ist es die 10 Regeln der DGE zu beachten. In diesen Regeln wird beschrieben, was und wie viel wir davon essen sollten. Komplexe und schwierig zu merkende Lebensmittellisten und Programme sind hier nicht notwendig. Bei Fragen dazu sollten Sie sich allerdings immer eine Fachkraft auf dem Gebiet Ernährung suchen.

 

Vollwertig essen hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse 10 Regeln der DGE formuliert, die Ihnen helfen, genussvoll und gesund erhaltend zu essen.

 

 

Ich verwende immer Olivenöl und Sonnenblumenöl. Ist das gut so oder welches Öl ist am besten?


Es gibt kalt- und warmgepresste Öle. Beide unterscheiden sich nicht nur beim Pressverfahren, sondern auch bei den Inhaltsstoffen. Kaltgepresste Öle enthalten mehr Vitamine, haben noch ihren arttypischen Geschmack und Aussehen, im Gegensatz zu warmgepressten Ölen. Die Fettsäuren werden nicht verändert beim Pressen. 

Warmgepresste Öle sind Geschmacks- und Geruchsneutral, sind nicht pollenbelastet. Sie enthalten weniger Vitamine und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, da diese beim Pressen beeinträchtigt werden.

Ein “gutes” Öl enthält viele ungesättigte Fettsäuren, besonders einfach ungesättigte Fettsäuren. Desweiteren muss auf die Verwendung geachtet werden. 

Kaltgepresste Öle sind günstig für die Zubereitung kalter Speisen (z. B. Salate), dabei sollte immer der arttypische Geschmack beachtet werden, denn ein kaltgepresste (natives) Olivenöl passt nicht zu jeder Speise.

Warmgepresste Öle sind günstig für die Zubereitung warmer Speisen (z. B. Braten). Da beim Erhitzen z.T. ungesättigte Fettsäuren zerstört werden, ist es sinnvoll kein qualitativ hochwertiges kaltgepresstes Öl zu verwenden. 

 

In folgender Aufzählung werden in absteigender Reihenfolge die günstigsten bzw. die weniger günstigen Öle benannt. Geordnet nach Gehalt der enthaltenen ungesättigten Fettsäuren:

 

Rapsöl, Olivenöl, Erdnussöl, Sojaöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl

 

Welches Öl Sie aber schlussendlich verwenden sollte nicht nur die Verwendung sondern auch der eigene Geschmack entscheiden.

 

 

Ich nehme Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Vit. C,D ). Ist das gesund und hilft es mir ?


Nahrungsergänzungsmittel sind für Menschen gedacht die einen höheren Bedarf an bestimmten Vitaminen und/oder Mineralstoffen haben wie z.B. Schwangere, Ältere Menschen, Sportler

Die meisten gesunden Menschen haben einfach oft Angst nicht genügend Vitamine/Mineralstoffe aufzunehmen und nehmen deshalb oft mehrere Nahrungsergänzungsmittel. Diese Angst ist unbegründet bei einer gesunden und ausgewogeneren Ernährung. Denn was man wissen sollte, mit Nahrungsergänzungsmittel kann man auch eine Überdosierung herbeiführen. Die dem Körper mehr schadet als nutzt. Außerdem hat man in Studien festgestellt, dass natürlich aufgenommene Vitamine wesentlicher besser vom Körper genutzt werden können als die aus Nahrungsergänzungsmitteln.

Am besten ist immer man fragt seinen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft, ob man diese oder jene Nahrungsergänzungsmittel überhaupt benötigt und ein Mangel an Vitaminen/Mineralstoffen vorliegt. 

Ansonsten ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung völlig ausreichend um genügend Vitamine/Mineralstoffe aufzunehmen.

 

 

Ich habe gehört man sollte nach 18 Uhr nichts mehr essen, weil es dick macht. Außerdem soll es ungesund sein.  Ist das richtig oder stimmt das gar nicht?


Es stimmt nicht. Jeder Mensch hat einen anderen Tagesablauf. Der eine steht schon um 6 Uhr auf und der andere erst gegen Mittag. Oft ist dies abhängig von der Arbeitszeit und persönlichen Schlafgewohnheiten. So unterschiedlich sind dann auch die Mahlzeiten und die Uhrzeit dazu. 

Man hat festgestellt, dass es egal ist zu welchen Zeiten man seine Mahlzeiten einnimmt. Wichtig ist die Gesamtenergie die man tagsüber aufnimmt. Diese Energiemenge entscheidet, ob man zu- oder abnimmt. 

Man sollte allerdings kurz vor dem ins Bett gehen keine schweren Mahlzeiten zu sich nehmen, da viele Menschen schlecht oder gar nicht schlafen können. Das liegt daran, dass die Verdauung noch auf Hochtouren läuft. Ein paar Stunden vor dem Schlafen ist das aber oft kein Problem. Hier entscheidet man am besten selbst, da jeder anders reagiert. 

 

 

Ich kaufe oft Tiefkühlgemüse, weil es praktischer für mich als Single-Haushalt ist. Dabei stell ich mir oft die Frage: Wie gesund ist Tiefkühlgemüse wirklich? Ist frisches Gemüse besser, auch wenn ich nicht alles komplett verarbeiten kann?


Tiefkühlgemüse wird geerntet und direkt vom Feld verarbeitet (z.B. gewaschen, geputzt, geschnitten) und tiefgefroren. Tiefgefrorenes Gemüse  verliert beim Erfrieren Vitamine. Der Verlust ist unterschiedlich hoch je nach Verarbeitungsgrad (nur tiefgefroren oder schon verzehrsfertig zubereitet) und Lagerdauer. 

Frisches Gemüse wird nach der Ernte verarbeitet (z.B. gewaschen, geputzt, sortiert nach Größe) und danach gelagert um später in den Verkauf zu gelangen. Das erfolgt erst über Großhändler, evtl. Zwischenhändler bis es schlussendlich im Obst- und Gemüsegeschäft in Ihrer Nähe landet. Je nach Gemüsesorte kann die Lagerung auch über einen längeren Zeitraum erfolgen. Bei der Lagerung gehen immer Vitamine verloren, zwar gibt es heute große Lagerstätten mit idealen Lagerbedingungen. Trotzdem ist ein Vitaminverlust unausweichlich. Auch Zuhause wird das Gemüse weiter gelagert, hier z.T. über einen längeren Zeitraum und manchmal nicht fachgerecht (z.B. warm und hell), bis es verarbeitet wird. Der Vitaminverlust steigt bei langer Lagerzeit und nichtfachgerechter Lagerung. Frisches Gemüse enthält am meisten Vitamine, wenn gerade Saison dafür ist und frisch vom Feld kommt. Tomaten im Winter schmecken nicht so gut und sie haben auch weniger Vitamine, da die Sonneneinstrahlung im Winter anders ist als im Sommer.

 

Frisches Gemüse wird eingekauft und meistens noch gelagert bis zum endgültigen Verbrauch, manchmal werden auch nur Teilmengen verwendet. 

Tiefkühlgemüse dagegen kann portionsweise aus dem Tiefkühler geholt werden und direkt verarbeitet werden. 

Das heißt Tiefkühlgemüse kann durchaus mit frischem Gemüse mithalten. Besonders wenn keine Saison für das entsprechende Gemüse ist oder eine kurze und/oder fachgerechte Lagerung nicht möglich ist. Man kann also ohne schlechtes Gewissen auf Tiefkühlgemüse zurückgreifen. 

 

 

Ich glaube, ich habe eine Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) und verzichte nun auf alle Milchprodukte bzw. verwende lactosefreie Lebensmittel. Auf was muss ich achten?


Wichtig bei einer vermuteten Allergie/Unverträglichkeit oder ähnlichem von bestimmten Lebensmitteln, dies immer von Ihrem Arzt abklären zulassen. Lassen sie nicht einfach diese Lebensmittel weg oder kaufen lactosefreie/glutenfreie Lebensmittel. Nicht in jedem Fall ist dies notwendig. Manchmal erweist sich eine selbstgestellte Diagnose als falsch und ein ganz anderer Auslöser für die Symptome läßt sich finden. Deshalb immer bei Verdacht vom Arzt testen  lassen und dann von einer Ernährungsfachkraft beraten lassen. Oft gibt es günstige und sinnvolle Alternativen als teure Produkte aus dem Einzelhandel. Desweiteren bekommen Sie dort Tipps und Tricks vermittelt, sowie Rezepte zur jeweiligen Allergie/Intoleranz. 

 

 

Zucker ist in großen Mengen ungesund und kalorienreich. Nun möchte ich meinen Zuckerkonsum einschränken, aber auf gesüßten Tee und Kaffee nicht verzichten. Ist es besser Zucker durch Honig zu ersetzen ?

Nein. 

 

Zucker liefert 4 kcal pro g und enthält keine Vitamin und Mineralstoffe. Honig dagegen liefert 3,25 kcal pro g und enthält kaum Vitamine und Mineralstoffe. Honig hat auch eine etwas höhere Süßkraft als Zucker. Honig wie auch Zucker fördern Karies und sind damit nicht gut für unsere Zähne. Beide Produkte liefern keine nennenswerten Vitamine oder Mineralstoffe und sind damit ernährungsphysiologisch nicht wichtig für uns.

 

Honig ist also nicht gesünder als Zucker. Am besten man verwendet beides nur sparsam und süßt nur Lebensmittel, wo es nötig ist (Nachspeisen, Gebäcke), Getränke dagegen sollten ohne Zucker sein (ungesüßte Tees, Mineralwasser oder reine Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz am besten als Schorle).

 

Die maximale Zuckerzufuhr sollte laut WHO (Welt-Gesundheit-Organisation) bei Frauen 50g und bei Männern 60g betragen. Darin enthalten sind nicht nur Zuckermengen, die wir zum Süßen von Getränken benötigen, sondern auch aller Zucker der in Lebensmitteln steckt.

 

Haben Sie Fragen? Unser Team beantwortet diese gerne: ernaehrung@celenus-kliniken.de

NEU:

Celenus Kochbuch "Lecker & gesund"

 

Celenus Kochbuch

 

» Beispielseiten anschauen (PDF)

» Kochbuch bestellen (9,95 Euro)