Ausgehend vom entwicklungspsychologisch fundierten Mentalisierungsmodell wird aufgezeigt, wie sich diese Kompetenz im frühen Beziehungsgeschehen formt und unter Belastungssituationen – insbesondere bei strukturellen Störungen – vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigt sein kann.
Im Mittelpunkt steht die mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) als ein Behandlungsansatz, der in klarer theoretischer Herleitung und praktischer Umsetzbarkeit überzeugt. Anhand zentraler Konzepte wie epistemischem Vertrauen wird dargestellt, wie therapeutische Beziehungsgestaltung und Intervention ineinandergreifen. Gerade bei Borderline-Störungen zeigt sich, dass die gezielte Förderung von Mentalisierungsfähigkeit zu einer Stabilisierung affektiver und interpersoneller Prozesse beiträgt.
Der Vortrag verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Beispielen und lädt dazu ein, Mentalisieren als tragfähiges Fundament psychotherapeutischen Handelns zu würdigen – im Sinne eines verstehenden Blicks auf den anderen von innen und auf sich selbst von außen.
Referent: Dr. med. Sebastian Seifert,Chefarzt, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Städtisches Klinikum Dresden
Ihre Teilnahme am Chemnitzer Psychosomatik-Kolloquium ist wie gewohnt kostenfrei und wir freuen uns auf den anschließenden Austausch mit Ihnen bei einem kleinen Buffet.
Unser Chemnitzer Psychosomatik-Kolloquium wird von der Sächsischen Landesärztekammer mit 3 Punkten zertifiziert.
Veranstaltungsort: Celenus Klinik Carolabad | Riedstraße 32 | 09117 Chemnitz
Anmeldung per E-Mail: klinik@carolabad.de oder Telefon: 0371 8142 - 127
